Aus der Festschrift zum 25 jährigen Vereinsjubiläum 1986:

Die fünfziger Jahre zählten, man darf dies wohl behaupten, mit zu den Höhepunkten in der nun fast einhundertjährigen Geschichte des Motorsports. Für die, die es miterleben konnten, wird es wohl unvergeßlich bleiben, wenn zu einem Motorrad- Welt- oder Europameisterschaftslauf eine halbe Million Begeisterte, oder zu einem Bergrennen an die einhunderttausend Zuschauer kamen. Nie hatte es so viele motorisierte Zweiräder gegeben, wie zu dieser Zeit. Ende der fünfziger Jahre schien das Motorradfahren nur noch etwas für die Unverbesserlichen oder aber etwas für diejenigen zu sein, die sich ein Auto, sei es eines mit drei oder vier Rädern, nicht leisten konnten. Es gab gerade in dieser Zeit die abenteuerlichsten Konstruktionen. Die Automobile waren an Einfallsreichtum und Abenteuerlichkeit kaum zu überbieten. Hauptsache man wurde nicht naß. Die noch vor einiger Zeit so begehrten Zweiräder wurden in Scheunen oder Schuppen abgestellt. Die meisten von ihnen wanderten wohl auf den Schrottplatz.

Gründung des Motorsportclubs

Es gab aber immer noch Männer, die begeistert und auch noch begeisterungsfähig waren, sich dem Zweiradsport zu verschreiben. So kam es dann wohl dazu, daß sich am 1. Samstag des Monats November des Jahres 1960 eine Gruppe von 11 jüngeren Männern in der Gastwirtschaft "Zur Linde" -Walter Ackerhans - in Fürstenhagen traf, um einen Motorsportclub zu gründen.

Die damals Anwesenden waren:
Walter Ackerhans, Ernst Brauns, Otto Breuker, Karl Holz, Helmut Kotzur, Arnold Kubiza, Karl Meyer, Richard Sonsalla, Helmut Schäfer, Heinrich Sustrate, Günter Schlieper.
Der Name des Vereins sollte MSC "Weserbergland" heißen. Eine Anfrage beim ADAC und dem Amtsgericht ergab, daß bereits ein Motorsportclub mit diesem Namen in Höxter existiert, daraufhin bekam der Verein den Namen MSC "Weser-Solling" Fürstenhagen. Um sich nun einem Dachverband anzuschließen, wurden Kontakte zum ADAC und dem DMV aufgenommen. Zur Dezemberversammlung 1960 entsandte der DMV bereits seinen Schrift- und Geschäftsführer der Landesgruppe Niedersachsen, um dem jungen Verein mit Rat und Tat zur Verfügung zu stehen. Während dieser Versammlung traten Gerhard Latta, Herbert Ahrend und Heinrich Kürbis dem MSC bei. Im Verlauf dieser Versammlung wurde Beschluß gefaßt, über die Annahme der DMV Mustersatzung und den Eintritt in den Deutschen Motorsport-Verband. Die Versammlung des Jahres 1961 im Monat Januar wurde zur ordentlichen Hauptversammlung erklärt. Es wurde ein Vorstand gewählt, die Satzung offiziell verabschiedet, eine Eintragung in das Vereinsregister beschlossen und beim Amtsgericht beantragt. Günter Schlieper wurde zum 1. Vorsitzenden gewählt. Karl Meyer wurde 2. Vorsitzender und Sportleiter, Heinrich Sustrate Schatzmeister, Richard Sonsalla Schriftführer und Walter Ackerhans 1. Revisor.

Gründungsmitglieder des MSC nach dem Motoballspiel.

Obere Reihe von links nach rechts:
Richard Sonsalla, Arnold Kubiza, Karl Holz, Walter Ackerhans, Herbert Ahrend, Helmut Schäfer.
Untere Reihe von links nach rechts:
Heinrich Kürbis, Otto Breuker, Günter Schlieper, Ernst Brauns, Helmut Kotzur, Gerhard Latta, Karl Meyer.
Auf dem Bild fehlt der Schatzmeister Heinrich Sustrate.